Ganz frisch im Liebeskind Verlag, der immer wieder großartige, aber wenig bekannte amerikanische Autoren auf deutsch herausbringt (Pete Dexter, Donald Ray Pollock, Daniel Woodrell z.B), ist R.O Kwons in den USA ziemlich gehypter Roman „Die Brandstifter“ erschienen. Im Zentrum dieser leicht verstörenden, seltsamen, beklemmenden Liebes und Heils/Unheilsgeschichte steht die Beziehung zwischen Will und Phoebe, zwei Studenten an einer besseren amerikanischen Uni. Phoebe, von Schuldgefühlen geplagt, gerät zunehmend in den Bannkreis einer christlichen Sekte, während Will, in seiner Jugend begeisteter Christ, der aber mittlerweile seinen Glauben verloren hat, sie davon abzuhalten versucht. In zurückhaltender, reduzierter Sprache, in kurzen, aus wechselnder Erzählperspektive erzählten Kapiteln geschrieben, entwickelt sich ein fast soghafter Spannungsbogen, bis hin zum dramatischen Ende. Und damit sich keiner abschrecken lässt. Das theologische Element ist marginal gehalten…